Partnerschaftssonntag mit Südafrika
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Foto: Natge |
(Oktober 2001) PEINE (bö) Ein Stück Afrika holte der Kirchenkreis Peine am gestrigen Sonntag in die St.-Jakobi-Kirche. Der Partnerschaftsgottesdienst wurde zeitgleich im südafrikanischen Kirchenkreis Borwa II und in Peine gefeiert.
Geprägt war dieses etwas andere Glaubensbekenntnis von Liedern in englischer und afrikanischer Sprache. Wie in Afrika üblich wurde nicht im Sitzen, sondern im Stehen gesungen. Statt einer Kirchenorgel wurde der Gesang von rhythmischem Klatschen, von Klanghölzern und anderen typischen Instrumenten begleitet. Die meisten der gut
100 Besucher mussten sich allerdings mit den weitaus ungezwungeneren Gewohnheiten erst vertraut machen.
Vor Beginn hatte Organisator, Diakon Burkhard Rothermund, vorsorglich alle Lieder mit der Gemeinde geübt und anschließend mit einer "afrikanischen Kirchenglocke" die partnerschaftliche Stunde eingeläutet. Die "Glocke", bei der es sich um zwei Metallrohre handelte, hatte Rothermund nach eigener Aussage für eine Mark auf dem Schrottplatz erstanden.
Auch die Predigt an diesem Tag war geprägt von den Sorgen der südafrikanischen Freunde, die immer noch in großer Armut und Ungerechtigkeit leben müssen. Aus diesem Grund kommt die Kollekte des Gottesdienstes auch dem Schulfonds des Kirchenkreises Peine zugute. Mit dem Geld wird das Schulgeld für südafrikanische Kinder bezahlt. "Weil der Staat nicht in der Lage ist, den Kindern und Jugendlichen eine kostenlose Ausbildung zu finanzieren, müssen die Schüler pro Jahr etwa 20 bis 40 Mark für den Unterricht bezahlen - viel Geld für die schwarze Bevölkernng des Landes", berichtete Rothermund. Insgesamt über 1600 Kindern hat der Fonds in den letzten Jahren eine Ausbildung ermöglicht.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in der Kirche noch südafrikanischen Tee und Gebäck. Hier hatten die Besucher die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen.
© Braunschweiger Zeitung/Peiner Nachrichten, 15. Oktober 2001
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