Oliver Bischoff (26) jüngstes Mitglied der Landessynode

Foto: Thomas Gasparini

(November 2001) "Kinder und Jugendliche sind nicht nur die Zukunft, sondern schon die Gegenwart!" Aus dieser Überzeugung heraus hat Oliver Bischoff aus Edemissen für die Landessynode der evangelischen Landeskirche Hannover kandidiert - und ist als jüngstes von 98 Mitgliedern gewählt worden.

Der 26-Jährige will in den nächsten sechs Jahren in diesem Kirchenparlament dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Lobby bekommen. Deshalb strebt er die Mitarbeit im Jugendausschuss der Landessynode an.

Oliver kennt das Gefühl, in einer Gruppe der Jüngste zu sein: "Das ging mir schon öfter so. Mit der kirchlichen Jugendarbeit habe ich direkt nach der Konfirmation angefangen. Und bin mit 14 auch gleich im Kirchenkreis aktiv geworden."

Obwohl die Landessynode mit all ihren Regularien eher staubtrocken anmutet, ist sich der Jung-Synodale sicher, dort Spaß zu haben: "Ich engagiere mich dort, um für den Kirchenkreis und die Gemeinden Weichen zu stellen. Über die Verknüpfung von Gemeinde, Kirchenkreis und Landeskirche kann ich die Arbeit vor Ort entscheidend mitbestimmen. Weil wir in der Synode die Rahmenbedingungen schaffen."

Und wenn es mal nicht um Kirche geht? Dann liebt der künftige Lehrer an der Ilseder Astrid-Lindgren-Schule italienisches Essen und hasst das Bügeln. Seine Lieblingsfarbe ist Blau - mutig mit dem Brillengestell bewiesen. Musikalisch steht er auf Gruppen wie "Ganz schön feist" aus Göttingen oder "Blumfeld".

Den Hang zu Italien lebt Oliver auch aus, wenn er Konfirmandenfreizeiten in Castellabate (Kampanien) betreut. Das macht ihm immer noch so viel Spaß wie die Kinderbibelwochenenden, die er für die Martin-Luther-Gemeinde begleitet.

Freundschaften zu pflegen, das ist ihm auch im Lehramts-Studium in Hannover wichtig gewesen. Nun will er in den Landkreis Peine zurückkehren, sucht schon eine Wohnung. Dann wird es wieder einfacher, im Weltladen Peine an der Stederdorfer Straße mitzuarbeiten und bei amnesty international aktiv zu werden. Hier betreut er seit Jahren einen Fall in Ägypten.

Da Oliver Vorsitzender des Kirchenkreisjugendkonvents und des Jugendausschusses des Kirchenkreistages ist, kennen viele seinen Namen. Dass der Superintendent Dr. Wolf-Dietrich Köhler ihn jedoch anrief und um seine Kandidatur bat, "war eine Überraschung und auch Ehre". Vera Wilhelm

© Braunschweiger Zeitung/Peiner Nachrichten, 31. Oktober 2001

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