Grundstein für neues Schulungs- und Bürogebäude gelegt

Unter fachmännischer Leitung von Ottomar Weste (Baufirma Panten aus Neubrück) legte Prälat Heinrich Günther aus Wolfsburg den Grundstein. Rechts Dechant Konrad Sindermann, links Labora-Geschäftsführer Reiner Kaste.

Foto: Christian Bierwagen

(November 2001) Gestern wurde der Grundstein gelegt: Die Labora gGmbH errichtet auf dem Gelände an der Schloßstraße ein Schulungs- und Bürogebäude. Die Kosten belaufen sich auf rund 950.000 Mark. "Hier soll ein Haus gebaut werden", sagte Dechant Konrad Sindermann zu den künftigen Nachbarn an der Peiner Schloßstraße, den Jungen und Mädchen aus dem katholischen Kindergarten. Doch die Kleinen, die am Morgen noch neugierig aus dem Fenster geschaut hatten, als der riesige Kran anrückte, zeigten sich kurze Zeit später wenig beeindruckt, sie wollten lieber spielen.

Dort, wo sich bis zum Frühjahr dieses Jahres noch das Elisabethstift befunden hat, wird jetzt für fast eine Million Mark das Schulungs- und Bürogebäude der Labora gGmbH für Arbeit und berufliche Bildung gebaut. Das Gelände ist im Besitz der katholischen Kirche und wurde Labora auf Erbpacht für 50 Jahre überlassen. Die Fertigstellung ist für Mai nächsten Jahres geplant.

Die Kirchengemeinde, so Geschäftsführer Reiner Kaste, beteilige sich wesentlich an den Baukosten, und zwar in Form eines langfristigen Darlehens. Durch den Neubau werden die jetzigen Büroräume, die sich seit 11 Jahren an der Wiesenstraße befinden, erweitert. Das bedeute, dass auch neue Arbeitsplätze entstehen. "Einer schon jetzt, es können aber auch drei oder vier werden", prognostizierte der Geschäftsführer.

"Von der Konzernzentrale von Labora zu sprechen, wäre wohl doch ein bisschen hochnäsig", sagte Prälat Heinrich Günther aus Wolfsburg. Immerhin sei Labora in Hildesheim, Wolfsburg, Alfeld, Lehrte und Schiffdorf bei Bremerhaven mit zur Zeit 162 Mitarbeitern tätig. Günther, Vorgänger des Peiner Dechanten, hatte sich als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Labora mit Unterstützung von Sindermann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstands, Christoph Plett, und Kaste für dieses Projekt engagiert. "Das Haus war sehr windschief, es ist hin und her gesackt", begründete der Prälat, warum das Gebäude, das die Kirche vor langer Zeit von einem Peiner gekauft hat, abgerissen werden musste. "Früher haben die Schwestern darin gewohnt, später ist die Caritas eingezogen," erläuterte er den Gästen. "Dass unsere Pläne in Erfüllung gehen, dafür bitten wir heute um Gottes Segen."

"In den Grundstein werden verschiedene Dinge in einem Zylinder eingemauert, die sich auf den heutigen Tag beziehen", sagte Günther. Und wenn das Haus nach vielen, vielen Jahren einmal abgerissen wird, gebe es einiges zu finden: Gründungsurkunde, Tageszeitungen, Pfarrbrief und verschiedene Münzen, die dann an die D-Mark erinnern." Im Anschluss an den offiziellen Akt hatten die Teilnehmer - überwiegend aus dem kirchlichen Bereich - Gelegenheit, sich über die Bauzeichnungen zu informieren.

Gerda Rohne, Peine

© Peiner Allgemeine Zeitung, 10. November 2001

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