Wiederbesetzung wird noch dauern

Ingrid Buchheister wird nach zwölf Jahren Tätigkeit in der Landessynode verabschiedet.

Fotos (2): Lothar Veit

(Januar 2002) PEINE (lv) In Rekordzeit tagte der Kirchenkreistag Peine bei seiner jüngsten Sitzung am Montag. Auf der Tagesordnung standen der Beschluss über den Haushaltsplan für 2002 und die Einsetzung eines Wahlausschusses, der die Wiederbesetzung der Superintendentenstelle nach dem Weggang von Dr. Wolf-Dietrich Köhler im April organisieren soll.

Die Verabschiedung des Haushaltes in Höhe von rund 6,1 Millionen Euro war bei der Sitzung im September aus Zeitgründen vertagt worden. Das 30-seitige Zahlenwerk lag den Delegierten daher schon seit geraumer Zeit vor, wurde kaum noch diskutiert und schließlich einstimmig beschlossen. Wichtigste Neuerung war ohnehin lediglich die Währungsumstellung.

Neu war außerdem ein Haushaltsposten in Höhe von 25.000 Euro für den "Ökumenischen Kirchenmärz". Mit diesem Projekt wollen sich die christlichen Kirchen im Landkreis Peine den ganzen März über ins Gespräch bringen. Den Auftakt macht am 1. März der Besuch der Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann in Peine, es folgen viele größere und kleine Veranstaltungen, bevor am 31. März mit dem Ostersonntag ein feierlicher Schlusspunkt gesetzt wird.

Weiter setzte der Kirchenkreistag einen Wahlausschuss ein, der einen Nachfolger für Dr. Wolf-Dietrich Köhler suchen wird. Köhler verlässt den Kirchenkreis im April in Richtung Göttingen (wir berichteten). Der Ausschuss besteht aus fünf Mitgliedern des Kirchenkreisvorstandes, drei Mitgliedern des Kirchenkreistages und zwei Mitgliedern der Jakobi-Gemeinde. Da Superintendenten künftig direkt vom Kirchenkreis gewählt werden können und nicht mehr zwangsläufig von der Landeskirche bestimmt werden, wird die Nachfolge von Köhler nach einem neuen Verfahren geregelt. Mit einer Wiederbesetzung der Stelle ist nicht vor neun Monaten zu rechnen.

Superintendent Dr. Wolf Dietrich-Köhler bedankt sich überschwänglich bei Ingrid Buchheister. Positives wusste Ingrid Buchheister aus der Landessynode zu berichten. Erstmals seit langer Zeit konnte in diesem Jahr allen Vikarinnen und Vikaren eine Anstellungsmöglichkeit geboten werden. Nichtsdestotrotz muss die Kirche weiter sparen. Im kommenden Planungszeitraum von 2003 bis 2008 will die Landeskirche ihre Personalkosten erneut um sechs Prozent reduzieren.

Ingrid Buchheister (Mehrum) scheidet nach zwölf Jahren aus dem Kirchenparlament der Landeskirche aus. Sie bedankte sich beim Superintendenten und beim Kirchenkreisamt "für die gute Unterstützung, um die mich manche Delegierte aus anderen Kirchenkreisen beneidet haben". Die Vorsitzende des Kirchenkreistages, Gudrun Steffen, dankte ebenfalls Ingrid Buchheister für ihre langjährige Tätigkeit in der Synode und im Kirchenkreistag und betonte, dass sie auch weiterhin als Gast "stets willkommen" sei.

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