Dr. Helmut Kirschstein wird Superintendent in Norden/Ostfriesland

Dr. Helmut Kirschstein

(Februar 2002) Zwölfeinhalb Jahre lang war Dr. Helmut Kirschstein, Jahrgang 1957, Pastor in Klein Ilsede. Nun wird er Superintendent in Norden/Ostfriesland. Sein Amt beginnt der 45-Jährige dort am 1. August, teilte die hannoversche Landeskirche gestern mit. Die Aufstellungspredigt hält er bereits am 10. März.

Die Kirchenkreiskonferenz und der Kirchenvorstand der Ludgeri-Kirchengemeinde Norden haben sich für Kirschstein ausgesprochen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinde wird der Theologe zum genannten Zeitpunkt seinen Dienst beginnen. Kirschsteins Vorgänger, Manfred Horch, ist seit November Landessuperintendent in Stade.

Wie der Evangelische Pressedienst dazu schreibt, ist die Kirchengemeinde Klein Ilsede nach Angaben der Landeskirche die erste Gemeinde in Deutschland, die ihre Pfarrstelle zum Teil (etwa einem Viertel, d.Red.) aus Spenden finanziert. Dieses Modell stellte der Geistliche als Teil eines ausgedehnten Gemeindeaufbaus im Herbst 2000 bei einem Kirchenvorstandstag in Norddeich vor. Laut Pressemitteilung der Klein Ilseder St.-Urban-Gemeinde führte "die schon damals positive Aufnahme" dieses Konzeptes zur Nominierung Kirschsteins als Superintendent in Norden.

Das Klein Ilseder Modell, so wurde nach Auskunft des scheidenden Geistlichen im Vorfeld mit der Landeskirche vereinbart, bleibt auf jeden Fall erhalten. Dies gilt auch für die Tätigkeit des dortigen Geistlichen als Religionslehrer am Ratsgymnasium, über die ein weiteres Viertel der Bezüge des Pastors finanziert wurden - und werden.

Der Klein Ilseder freut sich auf die neue Aufgabe. Auch als Superintendent werde er sich darum bemühen, "Kirche von der Menschenfreundlichkeit Gottes prägen zu lassen".

Für die Klein Ilseder Pfarrstelle werde vermutlich sehr schnell ein Nachfolger präsentiert werden. In der Gemeinde treffen sich regelmäßig etwa 35 Gemeindegruppen, die alle Altersstufen abdecken. Kirschstein rückblickend: "Es fällt mir nicht leicht, diese wunderbare Gemeinde zu verlassen."

Der angehende Superintendent ist mit der Pastorin Ulrike Kirschstein verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von 14 und 12 Jahren. Ulrike Kirschstein ist Pastorin der Martin-Luther-Gemeinde. Auch sie wird diese Gemeinde verlassen, eine Beschäftigung in Norden wurde ihr fest zugesagt. Ihre Nachfolge in Peine ist "noch völlig offen", bedauerte ihr Mann gestern gegenüber der PAZ.

© Peiner Allgemeine Zeitung, 27. Februar 2002

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