Auftaktveranstaltung zur Bibelwoche
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Foto: Natge |
Von Justin Schütte
(März 2002) PEINE. "Wege in die Freiheit", so lautete der Titel des Einführungsvortrages in die Bibelwoche, die am Montag im Gemeindehaus von St.-Jakobi von Oberkirchenrat
Dr. Klaus Grünwaldt aus Hannover eröffnet wurde. Rund 60 Peiner waren dieser Einladung durch die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St.-Jakobi gefolgt.
Das zweite Buch Mose, Exodus, steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Bibelwoche, die diesmal mit dem ökumenischen Kirchenmärz zusammenfällt. Klaus Grünwaldt, der als Experte auf dem Gebiet des alten Testamentes gilt, unternahm zunächst einen Streifzug durch das gesamte "Pentateuch", also durch alle fünf Bücher Moses, wodurch den Zuhörern die Einordnung der Geschehnisse des Buches Exodus in den Gesamtzusammenhang leichter fiel.
Die Überlieferungen aus dieser Zeit der Unterdrückung der lsraeliten durch die Ägypter unter Führung des Moses ist die zentrale Kernaussage des Buches Exodus. "Besonderes Augenmerk gilt dabei der Flucht der Israeliten aus Ägypten und dem Bund Moses mit Gott", so Grünwaldt. Intensiv diskutierte der Referent. die Frage, was die Aussage des Buches Exodus für die Israeliten in der damaligen Zeit bedeutete. Mit dem Werk Exodus wurde eine Gottheit geschaffen, die sich von ihrem Volk niemals abwendet. "Damit erklären sich auch die Grausamkeiten Gottes im Bezug auf die sieben Plagen, von denen die Ägypter heimgesucht wurden, weil sie sein Volk unterdrückten."
Auch der Bund Gottes mit Mose, der mit der Verkündung der zehn Gebote zum Ausdruck kam, sei keine Schikane, sondern eine Art Lebenshilfe für die Israeliten gewesen, führte Grünwaldt in seinem Vortag aus. Sein Bestreben war es, seinen Vortrag so eingängig wie möglich zu machen, was ihm dank seiner bildreichen und manchmal auch pointierten Redeweise durchaus gelang. Seinen Zuhörern jedenfalls huschte bei einigen Passagen ein Lächeln übers Gesicht.
Im Anschluss stand Klaus Grünwaldt den zum Teil recht diffizilen Fragen seiner Zuhörer Rede und Antwort. Auch hier zeigte er sich außerordentlich fachkundig. So berichtete Grünwaldt über die Ergebnisse seiner Forschungen, die ergeben hätten, dass die fünf Bücher Moses in einem Zeitraum von rund 700 bis 800 Jahren entstanden sind und viele verschiedene Verfasser aufweisen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Markus Lenz am Klavier und Regina Weiß an der Querflöte, wodurch dem gesamten Abend eine äußerst feierliche Note verliehen wurde.
© Braunschweiger Zeitung/Peiner Nachrichten, 6. März 2002
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